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DIE FRIEDENSTREPPE ERHÄLT EIN NEUES GESICHT

Verwitterte Friedenstreppe am Gustav-Heinemann-Bürgerhaus mit dem Wort „Frieden“ in mehreren Sprachen auf den Stufen.
Die Friedenstreppe am Gustav-Heinemann-Bürgerhaus

Wer am Gustav-Heinemann-Bürgerhaus vorbeigeht, kennt sie: die farbenfrohe Friedenstreppe an der Außenseite des Hauses. Längst ist sie zu einem weithin sichtbaren Kunstwerk geworden – und zu einem Symbol für Frieden, Vielfalt und respektvolles Miteinander.


Nach über 20 Jahren ist die Gestaltung durch Wind und Wetter inzwischen in Mitleidenschaft gezogen worden. Deshalb erhält die Friedenstreppe während der diesjährigen Sommerpause nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch eine gestalterische Weiterentwicklung. 


Die ursprüngliche Gestaltung stammt aus dem Jahr 2003 und wurde zuletzt 2018 renoviert. Der Künstler Joachim Fischer, Inhaber des Urheberrechts, hat der Umgestaltung nicht nur zugestimmt, sondern wird auch persönlich bei der Einweihung des neuen Designs anwesend sein.


Der neue Entwurf von Manfred Wemken greift die ursprüngliche Idee auf und entwickelt sie weiter. Die Friedensbotschaften in zahlreichen Sprachen werden künftig nicht mehr streng in einer Linie angeordnet sein, sondern lebendiger wirken. Statt vieler kleiner Tauben entsteht eine große Friedenstaube. Ein besonderer Bestandteil der Umgestaltung ist die Aktualisierung der mehrsprachigen Friedensbotschaften. Gemeinsam mit dem Sprachcafé der Christuskirche wurde zusammengetragen, welche Sprachen heute in Vegesack und Bremen-Nord gesprochen werden. Die bisherigen Begriffe werden deshalb um Farsi, Paschtu, Ukrainisch und Urdu ergänzt. Die Gäste des Sprachcafés sind eingeladen, das Wort für „Frieden“ in ihrer jeweiligen Muttersprache selbst auf die Treppe aufzubringen. So entsteht ein Kunstwerk, das nicht nur für Vielfalt steht, sondern auch gemeinsam mit den Menschen gestaltet wird, die diese Vielfalt leben.


Umgesetzt wird das Projekt vom Verein Gustav-Heinemann-Bürgerhaus e. V. mit Beteiligung des Sprachcafés der Christuskirche und finanzieller Unterstützung des Beirats Vegesack. Die Anstricharbeiten übernehmen ehrenamtlich engagierte Vorstandsmitglieder des Vereins.


Mit der Neugestaltung bleibt die Friedenstreppe ein sichtbares Zeichen für das, wofür das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus seit vielen Jahren steht: Offenheit, Begegnung und ein friedliches Miteinander – angepasst an die Gegenwart und gemeinsam mit den Menschen, die den Stadtteil prägen. 


Die Arbeiten sollen bis zum 15. August 2026 abgeschlossen sein. Die feierliche Einweihung findet am Freitag, den 21. August, um 11 Uhr statt.


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