Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

aktionswochen vom 11. bis 30. september 2020

Seit mehreren Jahren sind rechte Bewegungen und Parteien deutschlandweit auf dem Vormarsch, so auch in Bremen Nord. Der Personenkreis gewaltbereiter Rechter wächst besorgniserregend an. Es ist keine sieben Monate her, dass in Hanau neun Menschen rassistischen Morden zum Opfer fielen. Doch die öffentliche Diskussion über rassistisch motivierte Gewalttaten und diskriminierende Strukturen in Deutschland ist aufgrund der Corona-Krise schnell wieder in den Hintergrund gerückt. Zugleich zeigt sich gerade in der Krise, wie sich soziale Ungleichheiten und Diskriminierung noch weiter verschärfen. Ohnehin benachteiligte Gruppen sind noch stärker Ungerechtigkeiten ausgesetzt. Hiervon sind auch in Bremen Nord geflüchtete Menschen in Sammelunterkünften besonders stark betroffen.

für vielfältige lebensentwürfe eintreten

Daher ist es wichtig auch jetzt, gesellschaftlicher Ausgrenzung und Benachteiligung entschieden entgegenzutreten! Mit den Aktionswochen wollen wir im Bremer Norden ein Zeichen setzen gegen jedwede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und für vielfältige Lebensentwürfe eintreten. Vom 11. bis 30. September 2020 finden zahlreiche Veranstaltungen gegen Rassismus, Sexismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit und für ein solidarisches Miteinander statt. Das Programm organisiert ein breites Bündnis aus Vereinen, Einrichtungen und engagierten Einzelpersonen aus der Region.


Die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund der Maßnahmen zum Infektionsschutz vor Covid-19 begrenzt. Bitte meldet Euch rechtzeitig für die Veranstaltungen an! Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist KOSTENFREI.

Die Aktionswochen "Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung" werden unterstützt und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie im Bremer Norden.


Lesung mit alice Hasters

"Was weiße menschen nicht über rassismus hören wollen, aber wissen sollten."

Warum ist es eigentlich so schwer, über Rassismus zu sprechen? Alice Hasters beschreibt, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Ihr Buch ist eine Aufforderung an weiße Menschen, sich ihrer unreflektierten Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber Black and Indigenous Persons of Colour bewusst zu werden.

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Anmeldung an:  werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


Fotowork-shop mit jasmine shah:

"Queercore, Homocore, Riot-Girl" für queere Menschen ab 16 Jahren

Ihr interessiert Euch für Queercore, Punkrock und Gender, identifiziert euch als queer und wollt gerne einmal vor oder hinter der Kamera stehen? In dem Workshop nähern wir uns diesen Themen in einem geschützten Rahmen an. Wir werden uns mit Fragen der eigenen Identität auseinandersetzen und die Ergebnisse fotografisch in Portraits festhalten. Es sind keine Vorerfahrungen nötig und es wird großer Wert auf die Achtung von Grenzen gelegt.

Anmeldung an:  lilaspause@awo-bremen.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


Sulaiman masomi

Sulaiman Masomis künstlerisches Bühnenprogramm "Morgen - Land" vereint Herkunft und Zukunft mit einem Wort und verortet gleichzeitig seine Sicht auf die heutige Gesellschaft. Freut Euch auf eine Gratwanderung zwischen klugen Beobachtungen und witzigen Alltagsgeschichten mit dem studierten Literaturwissenschaftler und frisch gekürten Gewinner des Dresdner Satire Preises.

Anmeldung an:  werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.



Engagiert im bremer norden

partnerschaft für demokratie

Seit 2015 unterstützt die Partnerschaft für Demokratie im Bremer Norden finanziell und ideell lokale Initiativen in ihrem Engagement für Toleranz und Vielfalt. Dafür stehen
jährlich bis zu 66.000 Euro zur Verfügung. Wir werden einige Projekte, Aktionen und Akteure vorstellen und über Fördermöglichkeiten informieren.

Anmeldung an:  partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


Mobiles Beratungs-team gegen Rechtsextremismus:

»Entwicklungen der extremen Rechten in Bremen

Der Vortrag gibt einen aktuellen Überblick über Entwicklungen und Dynamiken der extremen Rechten im Bundesland Bremen. Es werden die gegen wärtigen Strukturen und Netzwerke der  extremen
Rechten beleuchtet. Auch die Häufung von Propaganda- und Sachbeschädigungsdelikten, von rechtsmotivierter Gewalt und Raumaneignungsstrategien wird in den Blick genommen.

Anmeldung an:  partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


ilka christin weiß, netzwerk/shg trans*net ohz und bremen:

von einem leben als mann - zum leben als frau

Ilka Christin Weiß wurde als Holger in einem Jungenkörper geboren, wusste aber schon mit vier Jahren, dass sie ein Mädchen war. Dennoch hat es noch viele Jahre gedauert, bis sie mit 50 Jahren endlich zum Leben als Frau fand. Ilka Christin Weiß plaudert an diesem Abend aus den Stationen ihres Lebens, wie sie es schaffte, sich aus dieser für sie falschen Rolle zu befreien. In lockerer, unterhaltsamer Form klärt sie das verwirrende Begriffsgemenge rund um das Thema Transsexualität.   

Anmeldung an:  werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.



Fotoausstellung im Jugendfreizeitheim Farge

Themen: Menschenfeind-lichkeit und Menschen-freundlichkeit

Gezeigt werden die Ergebnisse eines aktuellen Jugendprojektes zu den Themen "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", sowie "Menschenfreundlichkeit". Die Einrichtungsleitung gibt Einblicke
in die  Ziele,  Methodik und Entwicklung des  Projektes. Hinter jedem der circa 20 von den Projektteilnehmer*innen  erstellten Fotos steckt eine Auseinander-setzung mit ganz unterschiedlichen Formen der Diskriminierung gepaart mit konstruktiven Elementen. Die Ausstellungsbesucher*innen erwartet auch so manche übberraschende Anekdote aus dem Projekt.

Anmeldung bis zum 16.9.2020 an: partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de oder telefonisch unter: 0421 / 361 590 23

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


büdnis "kein schluss-strich bremen":

öffentliches gedenken für die opfer rassistischer und rechter gewalt

Am 19.02.2020, wurden Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Ferhat Unvar, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Păun, Kaloyan Velkov, Hamza Kurtović und Said Nesar Hashemi bei dem rassistischen Anschlag von Hanau getötet. Es sind bei Weitem nicht die einzigen Todesopfer rassistischer Gewalt und rechten Terrors in Deutschland!
Auf dem Sedanplatz wollen wir mit Euch den Opfern gedenken und ihre Namen in die Öffentlichkeit bringen: Hol Dir eine Blume mit einem Namensschild bei uns ab und lege sie nieder, beteilige Dich an unseren Gesprächsrunden oder bringe Dich gerne in anderer Form ein.

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Einladung zu der Gedenkveranstaltung
Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst soll am Freitag ein Ort des Gedenkens und gegen das Vergessen entstehen.
Einladung_Gedenveranstaltung Sedanplatz.
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erzähl doch mal!

ein projekt des zentrums für migrant*innen und interkulturelle studien - zis e.v.

Am Samstag, den 26. September 2020, laden wir dich zu der Veranstaltung "Erzähl doch mal" ein, bei der Einwohner*innen aus Bremen und Bremen Nord zu einer  lebendigen Weltbibliothek   werden. Viele Geschichten  werden erzählt: auf Arabisch,  Deutsch,  Türkisch, Nbedele, Gebärdensprache, Italienisch, Plattdeutsch …  Wie auch in allen Genres: Poesie, Kurzgeschichten, Romanen, Krimis, Kindergeschichten.

Anmeldung an: info@raicesmultiples.de

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


rap-workshop mit adu

Rap ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und stark verankert in der Jugendkultur. In dem Workshop tauschen wir uns zu verschiedenen Formen von Rap aus und schreiben eigene Texte rund um die Themen gesellschaftliche Vielfalt, Solidarität und Teilhabe.

Anmeldung an:  werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.



Workshop mit Jens Genehr

comic- vorstellung "valentin"

Jens Genehr (*1990) erzählt in seinem Comic vom Bunker Valentin in Farge. Dem Größenwahn dieses Nazi-Bauprojekts fielen mehr als 1000 Zwangsarbeiter*innen aus ganz Europa zum Opfer.

Im anschließenden Workshop werden die Themen Nationalsozialismus und Rassismus zeichnerisch bearbeitet und am Beispiel des Comics "Valentin" diskutiert.  Für Papier und Stifte wird gesorgt sein, bringt aber auch gern eigene Materialien mit!

Anmeldung an:  werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


together we are bremen:

refugee resistance in the time of corona -

the example of lindenstrasse in bremen

How do refugees resist when faced with structural racism and discrimination as in the Lager in Bremen Lindenstrasse? How can you deal with misleading information or intimidation
from the authorities? What are your rights when you live in the camp? In this workshop by Together we are Bremen (TWAB) you will meet some of those who led the refugee resistance in Lindenstrasse and we will outline the necessary steps for refugee resistance and address the above questions.  

Registration:   werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Participation in this event is free.


empowerment work- shop with dr. sunny omwenyeke:

refugee empowerment and its effects

In the field of “Refugees and Asylum seekers” the  ord Empowerment has become the new vogue, a fashionable “attachment” to everything  But  hat exactly is Empo erment? In this workshop, Dr. Sunny Omwenyeke will examine the concept of Empowerment, its effects and why it is challenging for many refugee-supporting groups and the authorities to actually embrace Empowerment.

Registration:   werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de
Participation in this event is free.


Sichtbarkeit? spuren? Multi-perspektif!

workshop am Denkort bunker valentin

Das Team von Multi-peRSPEKTif bietet Dir Einblicke in unsere Bildungsarbeit am Denkort. Im Mittelpunkt des Workshops stehst Du, stehen wir, gemeinsam. Die Geschichten von Zwangsarbeit und Kriegsrüstung der Nazis sind nicht von gestern. Welche Erinnerungen stoßen uns auf neue Spuren und Fragen? Für leckeres Essen während des Workshops ist gesorgt. 

Anmeldung an: ksenja.holzmann@bunkervalentin.de

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.